Eine Handtaschengeschichte

Eine halbe Ewigkeit, lassen wir es mal 20 Jahre sein, habe ich ein und dieselbe Tasche geschleppt. Sie hatte leichte Handtaschenübergröße, das brauch ich auch, und sie bestand eigentlich nur aus einem Fach und einem mit Klett verschließbaren Außenfach. Abgesehen davon, dass diese Tasche ein kleines Raumwunder war, hatte sie durch Schnitt und Anbringung des Trageriemens einen Schwerpunkt, in dem sich, wie der Begriff schon sagt, die schwersten Teile ansammelten. Ich hatte also mit einem Griff meinen Schlüssel. Alle anderen Habseligkeiten drapierten sich jederzeit wiederfindbar drumherum . Genial.

Diese Tasche wurde, wie gesagt, gemeinsam mit mir älter, bis ich sie des Verfalls wegen ausrangieren musste. Seitdem habe ich Unmengen von Taschen gekauft und bin bestenfalls halbwegs zufrieden. Zur Zeit bin ich wieder auf der Suche, da mein neuerlich erworbener Notizblock die üblichen Din A 5-Maße wenn auch nur dezent überschreitet, damit aber leider das gesamte System sprengt. Heute Abend habe ich bereits die große Shopping-Mall abgeklappert, ohne die geringste Aussicht auf Erfolg. Diesmal bin ich nicht mehr gewillt, irgendwelche Kompromisse zu machen und dem Berg der „die ist es auch nicht“ eine weitere hinzuzufügen. Morgen geht es weiter.

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