Neujahr

WordPress sagt, wir zwei hatten irgendwann im Dezember Jubiläum, also wenn das kein Anlass ist. Dann schaut man und sieht, zuletzt im Oktober was geschrieben, Gott, so lange ist das wieder her? Wo fängt man denn jetzt an? Natürlich am Design, wie immer. Jede Schreibphase ein anderes Design. Was stellen die mir auch immer Millionen neuer Themen hin, wenn ich mal wieder reinschaue.

Das neue Jahr, um mal einen Anfang zu finden, fing genauso an wie das alte aufhörte, mit Pferden umstellen. Gestern hatte ich die von ihrem provisorischen Winterquartier im Wohngebiet weggeholt und auf die nächstgelegene Wiese, die ich habe, die am Waldrand gestellt, nur der Knallerei wegen. Waldrand und Wohngebietrand, mit immer noch mehr Wald als Wohn. Schön hoch gelegen außerdem, da hab ich Aussicht auf die ganze Stadt und kann mir schön das Feuerwerk anschauen. Dachte ich. War dann aber dichter Nebel. Hab nicht mal Pferdeaugen im Schein der Kopflampe leuchten sehen, wenn sie weiter als sagen wir 5 Meter weg waren. Wenn mich also jemand umgenietet hätte, als wegen Böllerei mal bißchen Gerenne anfing, hätte ich es erst im Nachhinein mitgekriegt.
Als ich um halb eins zum Winterquartier fuhr, um nochmal Heu zu holen, war die Straße dort wie geleckt. Niemand draußen, kein Krach, kein Garnichts. Ahhhso, der ganze Aufwand wäre anscheinend gar nicht nötig gewesen. Gut, war das also mein Grenzgang, der dann auch seinen ureigensten Zweck erfüllte, mal wieder die Gemarkungsgrenzen in Augenschein zu nehmen. Weia, da ist ja der halbe Zaun umgekippt.

Unter den ersten Menschen, die mir heute über den Weg gelaufen sind, war der ExOB, der ein frohes neues Jahr wünscht, ich hätte ihn fast nicht erkannt, so auf einem Waldspaziergang und in zivil und nehme das gerne als gutes Omen.

Ich würde ja mal so einen Jahresrückblick machen, wie sie immer im Netz kursieren, à la mehr Geld, mehr Gewicht, mehr Haare und 2015 war insgesamt …, müßte mich dann aber auf die Suche machen und käme vermutlich nicht zurück (und hätte wieder nichts gepostet). Daher mal aus dem Gedächtnis.

      • Haare nur noch halb so lang. Projekt lange Haare aufgegeben. Viel besser.
      • Zugenommen? Weiß nicht, ich glaube, auf’s ganze Jahr gesehen etwas abgenommen. Im Sommer sehr viel dünner.
      • Mehr Geld? War das verdient oder ausgegeben? Egal. Etwas mehr kam rein, viel weniger ausgegeben weil ich meinen Stall abgegeben habe, die ganze Kohle für Beads auf den Kopf gehauen. Nein, also nicht die ganze Kohle, das wär ja Hölle.
      • Das bringt mich auch gleich zum hirnrissigsten Projekt, vielleicht, das gewagteste ist es wohl, nämlich den Stall aufzugeben ohne etwas Neues in petto zu haben. Vielleicht war das aber auch das beste, es wird sich herausstellen.
      • Essen, Buch, Kino können Sie alles vergessen. Ich esse seit jeher, was gerade greifbar ist und hab es im nächsten Moment wieder vergessen, kein Buch (echt kein Buch?!), definitiv keinen Film, es gibt keinen real funktionieren Fernsehanschluss in diesem Haus und mittlerweile schaue ich nicht mal mehr fern im Internet.
      • Was noch? Auf was ich hätte verzichten können? Dass der schwarze Häuptling am Tag nach Pfingsten rausgeht um zu sterben. Wir haben ihn nicht mehr gefunden. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob man es für eine Katze besser macht, wenn man sie zum Tierarzt kutschiert und den Eindrücken und Gerüchen dort aussetzt. Egal, der Häuptling hat sich entschieden, so wie es ihm entsprochen hat, die Dinge auf Katzenart zu regeln.
      • Die meiste Zeit verbracht mit? (Jetzt hab ich doch gekuckt.) Arbeit.
      • Die beste Zeit verbracht mit?  Der Herde.
      • Der beste Sex? Nicht in diesem Jahr.
      • Der beste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? Ich zieh Sie mal für eine Woche aus dem Verkehr.
      • Das bringt mich gleich auf den ätzendsten Satz: Werden Sie nachts wach? Ja? Müssen Sie mehrmals das Bett neu beziehen? Nein? Sie haben keine Wechseljahre.
      • 2015 war? Zweigeteilt. Die erste Hälfte beschissen, im Sommer fing Knall auf Fall ein anderes Jahr an.
      • Vorherrschendes Gefühl? Wann ist die Talsohle durchschritten?
      • Ausblick auf 2016: Wir Frauen schaffen alles, wenn wir müssen.
      • Oh, und der nochschönste Satz: Du kannst die Wiesen ab nächstes Jahr haben.
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